Surviving Images

DIE STADT OHNE JUDEN

Regie:
Hans Karl Breslauer
Jahr:
1924
Land:
A

PRODUKTION:
[Mondial Internationale Filmindustrie AG/H.K.B.-Film, Wien]
BUCH:
Hans Karl Breslauer, Ida Jenbach, nach dem gleichnamigen Roman von Hugo Bettauer
KAMERA:
Hugo Eywo
MIT:
Johannes Riemann, Karl Thema, Anny Milety, Eugen Neufeld, Hans Moser, Ferdinand Mayerhofer, Mizzi Griebl, Hans Effenberger, Gisela Werbezirk, Armin Berg, Armin Seydelmann, Fritz Flemmich, Theodor Weiser

LÄNGE:
91 min
FORMAT:
viragiert, DCP
FASSUNG:
deutsche Zwischentitel
Restaurierte Fassung
Mit Live-Musikbegleitung von Haskii & Jung an Tagen

Der Staat Utopia wird von Arbeitslosigkeit und einer rasenden Inflation heimgesucht, Massen demonstrieren in den Straßen. Die antisemitischen Großdeutschen, allen voran die beiden Abgeordneten Rat Bernart und Volbert, nehmen die Situation zum Anlass, den Juden die Schuld an der Misere zu geben. Im Parlament wird ihre Ausweisung beschlossen … Nicht nur der bisher verschollene Schluss lässt DIE STADT OHNE JUDEN in neuem Licht erscheinen, anhand der weiteren aufgefundenen Szenen erschließt sich eine dramaturgische Parallelerzählung. Bislang unbekannte Bilder zeigen das jüdische Leben in Wien mit klar antisemitischer Konnotation, insgesamt werden die politische Aussage des Films und die Darstellung des mörderischen Antisemitismus in der vom Filmarchiv Austria rekonstruierten Fassung nun wesentlich schärfer artikuliert. (red)