V'21: Henrik Galeen

DAS WACHSFIGURENKABINETT

Regie:
Paul Leni
Jahr:
1924
Land:
D

BUCH:
Henrik Galeen
KAMERA:
Helmar Lerski
MIT:
Emil Jannings, Conrad Veidt, Werner Krauß, Wilhelm Dieterle, Olga Belajeff, John Gottowt, Ernst Legal, Georg John, Paul Biensfeldt

LÄNGE:
81 min
FORMAT:
viragiert, DCP
FASSUNG:
deutsche Zwischentitel
Neurestaurierung
Mit einer Einführung von Stefan Drößler und Live-Musikbegleitung von Daniel Pabst und Martin Siewert

Paul Leni war Ausstatter, Maler, Architekt und Grafiker und beeinflusste in diesen Funktionen maßgeblich den »Look« des Weimarer Kinos. Daher verwundert es nicht, dass es auch in DAS WACHSFIGURENKABINETT sehr viel zu sehen und zu bestaunen gibt. Der Film ist die Attraktion und passenderweise auf einem Jahrmarkt angesiedelt. Ein Dichter spricht bei einem Schausteller vor, dessen Tochter ihm schöne Augen macht. Der kreative Kopf soll sich zu drei Wachsfiguren Geschichten überlegen: Scheich Harun al-Raschid, Iwan der Schreckliche und Jack the Ripper. So erweckt er die starren Puppen in seiner Fantasie zum Leben und mit ihnen längst vergangene Zeiten an exotischen Orten. Ganz in der Tradition von CALIGARI und MABUSE erzählt Galeen diesmal gleich von drei finsteren Gestalten, die das Volk mit ihrer Grausamkeit in Angst und Schrecken versetzen. Die hochkarätige Besetzung sowie die detailverliebten Sets dieses Höhepunkts des Expressionismus wissen heute wie damals zu beeindrucken: »Ein seltener, kostbar-kühler, aber ganz reiner Kunstgenuss!« (Film-Kurier) (Florian Widegger)