Herbert Achternbusch

DAS LETZTE LOCH

Regie:
Herbert Achternbusch
Jahr:
1981
Land:
BRD

BUCH:
Herbert Achternbusch
KAMERA:
Jörg Schmidt-Reitwein
MIT:
Herbert Achternbusch, Annamirl Bierbichler, Franz Baumgartner, Gabi Geist, Wolfgang Ebert

LÄNGE:
93 min
FORMAT:
Farbe, 16mm
FASSUNG:
deutsche Originalfassung mit englischen Untertiteln
SA 8.10.: Mit einer Einführung von Tilman Schumacher

Abrechnung mit drei Jahrzehnten Nachkriegsdeutschland: Nicht Herbert, sondern Nil heißt seine Figur, wie der Strom in Afrika und wie nach dem lateinischen nihil – »nichts«. Der Trinker und Fliegenfänger trauert um sechs Millionen ermordete Juden mit 300.000 Litern Schnaps, für jeden 2 cl, und sucht vergeblich nach seiner Susn. Zum Schluss stürzt er sich mit Stahlhelm und Tennisschlägern in den Stromboli wie einst Empedokles bei Hölderlin in den Ätna: »Als Selbstmörder gehöre ich zum Totenberg der Opfer. Zum Totenberg der selbstgerechten Deutschen will ich nicht gehören.« In früheren Filmen nutzt Achternbusch sogar die nicht vorhandenen Chancen, vor der Geschichte jedoch gibt er sich geschlagen. Ein Film, »in dem es viel Schatten gibt, wenig Licht und keine Farben.« (Helmut Schödel) (Florian Widegger)