Ein Filmklassiker ist 100

DAS CABINET DES DR. CALIGARI

Regie:
Robert Wiene
Jahr:
1920
Land:
D

BUCH:
Carl Mayer, Hans Janowitz
KAMERA:
Willy Hameister
MUSIK:
Hochschule für Musik Freiburg i. Br., Leitung
MIT:
Werner Krauß, Conrad Veidt, Friedrich Fehér, Lil Dagover, Hans Heinrich von Twardowski, Rudolf Klein-Rogge

LÄNGE:
77 min
FORMAT:
viragiert, DCP
FASSUNG:
deutsche Zwischentitel
Restaurierte Fassung
DO 26.11.: Mit einer Einführung von Claus Tieber

Kaum ein Stummfilm hatte einen derart großen Einfluss auf die Filmgeschichte wie Robert Wienes Meisterwerk des deutschen Expressionismus. Bis heute zieht CALIGARI seine Spuren durch die filmische Praxis (Caligarismen finden sich selbst in Musikvideos) und Theorie. So projiziert er für Siegfried Kracauer »seelische Ereignisse nach außen« und symbolisiert »jenen allgemeinen Rückzug in die Innenwelt, der in Deutschland nach dem Krieg erfolgte.«

 

Der 100. Geburtstag dieses Meilensteins ist Anlass, CALIGARI auf der Leinwand erneut zu erwecken. Gezeigt wird die 2014 von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung restaurierte Fassung.

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Untertags präsentiert der Hypnotiseur Caligari den somnambulen Cesare als Schaustück auf dem Jahrmarkt, der in einem tranceartigen Zustand dem Publikum die Zukunft (und insbesondere den Tod) voraussagt. Nachts zieht er willenlos und unter Einfluss seines Herren durch die Stadt und begeht grausame Morde – so erfüllen sich die Prophezeiungen. Auch ein guter Freund von Francis ist unter den Opfern, doch dieser wittert den Braten und beginnt, Nachforschungen anzustellen. Alle Spuren führen ihn ins städtische Irrenhaus, wo er den verrückten Doktor stellt … oder nicht? Kurt Tucholsky: »Das Ganze unheimlich aufgebaut, verwischt, aber nicht ganz vom Raisonnement befreit. Fast jedes Bild ist gelungen. […] Verzwackt die Gebärden, verzwickt Licht und Schattenspiel an den Wänden. […] Ein guter Film. Mehr solcher!«  (Florian Widegger)

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