V'20: Austrian Auteurs

BECK LEBT

Regie:
Martin Radinger/Ernst Wünsch
Jahr:
1980
Land:
A

BUCH:
Martin Radinger, Ernst Wünsch, nach dessen Roman Beck lebt oder Die Reise auf die Balearen
KAMERA:
Martin Radinger, Ernst Wünsch
MUSIK:
Hannes Seidl
MIT:
Klaus Behrendt, Gabriella Hütter, Ernst Wünsch, Martin Radinger, Tone Fink, Charlotte Zahrer, Clemens Meyer

LÄNGE:
80 min
FORMAT:
s/w, DCP
FASSUNG:
deutsche Originalfassung

Neben Wilhelm Pellert war Martin Radinger der einzige Holba-Jünger, der einen abendfüllenden Spielfilm – gleich zwei sogar – (ko)realisieren konnte; anders als Pellert aber tat er das ohne Staatsgelder, ohne Vorruhm und nahezu unbemerkt, irgendwo zwischen Amateur- und Undergroundfilm, gemeinsam mit seinem Freund, dem Schriftsteller Ernst Wünsch. Es geht um einen Künstler mit Schaffensproblemen, ein Literat, dem die guten Ideen immer durchgehen. Er verlungert seine Tage und denkt sich seinen Teil – der Film denkt sich oft was anderes und sorgt dafür, dass sich der planlose Autor in merkwürdigen Szenen wiederfindet. Ein Übermaß an inszenatorisch wohl kontrollierter Fantasie, wunderschön einfache, klare Bilder, spinnerte Winkelzüge des Erzählens, ein großartig nachsynchronisierter Ton, holbaeske Texttafeln und ein Protagonist, der dreinschaut, als sei er in einem anderen Film – nur in welchem? Eine umwerfende Trouvaille, heiter und springlebendig wie ein wolkenloser Frühlingstag. (Olaf Möller)