Aufführung in der Präsidentschaftskanzlei

DIE STADT OHNE JUDEN

Auf Einladung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen kam es am 15. Oktober zu einer feierlichen Präsentation der vom Filmarchiv Austria neu rekonstruierten und digital restaurierten Fassung des österreichischen Stummfilms DIE STADT OHNE JUDEN (1924) in der Präsidentschaftskanzlei. Die Aufführung fand im Beisein des Bundespräsidenten, vieler UnterstützerInnen der Filmretter-Crowdfunding-Kampagne, VertreterInnen der Förderstellen und der Filmbranche statt.

»Der Film ist ein Anlass darüber nachzudenken: Wie ist es jetzt? Wie gehen wir jetzt mit allfälligen antisemitischen, xenophoben Bestrebungen um? Es ist ein Anreiz, zu versuchen, rechtzeitig die Zeichen an der Wand zu erkennen. Ich sage nicht, dass es leicht ist, und jeder von uns steht vor dieser Herausforderung. Aber versuchen müssen wir es.«

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

Die Vorführung von DIE STADT OHNE JUDEN direkt in der Hofburg, unweit einiger historischer Drehorte des Films, bedeutet für die UnterstützerInnen des Filmrestaurierungsprojekts wie auch der MitarbeiterInnen des Filmarchiv Austria eine besondere Auszeichnung und Würdigung. Der Film, der im Jahr des Republiksjubiläums zu einem Botschafter des filmkulturellen Erbes Österreichs avancierte, wird nach der Präsentation in der Präsidentschaftskanzlei ab 9. November im Rahmen eines regulären Kinostarts österreichweit und auch international wieder aufgeführt werden.

 

Begleitet wird die Wiederveröffentlichung von DIE STADT OHNE JUDEN noch bis Ende des Jahres von der Ausstellung »Die Stadt Ohne. Juden Muslime Flüchtlinge Ausländer« im METRO Kinokulturhaus.

Fotos: © Filmarchiv Austria / Severin Dostal