UNERWÜNSCHTES KINO II: DEUTSCHSPRACHIGE EMIGRANTENFILME 1934–1937

SALTO IN DIE SELIGKEIT

Director:
Fritz Schulz
Release Year:
1934
Country:
A

BUCH:
Rudolf Bernauer, Karl Farkas, nach einer Idee von Max Kolpe
KAMERA:
Viktor Gluck
MUSIK:
Hans May
MIT:
Fritz Schulz, Olly Gebauer, Rosy Barsony (Rózsi Bársony), Felix Bressart, Josef Rehberger, Tibor von Halmay, Traute Carlsen, Illa Raudnitz, Fritz Imhoff

LÄNGE:
86 min
FORMAT:
s/w, DCP
FASSUNG:
deutsche Originalfassung

Fritz Schulz realisierte den ersten österreichischen Emigrantenfilm in Personalunion als Regisseur, Mitproduzent und Hauptdarsteller: eine temperamentvolle Mischung aus Wiener Film und Kriminalgroteske, die sich mehr oder weniger in einem Kaufhaus abspielt. Geschickt montiert Schulz beliebte lokale Klischees in eine Handlung, die der Tradition des Verwechslungslustspiels verpflichtet ist. SALTO IN DIE SELIGKEIT macht dabei seine Vorhersehbarkeit durch exzellente NebendarstellerInnen wett, die den Film praktisch an sich reißen, allen voran Sprachkaskadeur Felix Bressart in der Rolle des einfältigen Kaufhausdetektivs Kriegel, weiters Fritz Imhoff in seiner unverkennbaren Art als rechthaberischer Nörgler sowie die exaltierte ungarische Step- und Tanzartistin Rosy Barsony. (Armin Loacker)