Wien wie noch nie

ASPHALT

Director:
Harald Röbbeling
Release Year:
1951
Country:
A

BUCH:
Harald Röbbeling
KAMERA:
Walter Partsch
MUSIK:
Roly Kova
MIT:
Johanna Matz, Anni Korin, Inge Novak, Milan Kamare, Edith Meinel, Heinzi Farda, Ernst Waldbrunn, Maria Eis, Harry Hardt, Elisabeth Epp, Helmut Janatsch, Stella Kadmon

LÄNGE:
87 min
FORMAT:
s/w, 35mm
FASSUNG:
deutsche Originalfassung mit französischen Untertiteln
Analoge Projektion – ab 9. Juli finden Sie hier das kostenlose Begleitprogramm des digitalen Heimkinos!

Aufwachsen im Nachkriegsösterreich kann kein Zuckerschlecken gewesen sein, und wenn man einen Film wie ASPHALT sieht, bleibt nur Verwunderung darüber, dass aus den jungen Leuten damals überhaupt etwas geworden ist. Denn Röbbelings Film lässt keinen Zweifel daran: Eine Jugend, die umgeben von Schund und Sittenverfall aufwächst, hat keine Chance – und das »geht auch dich an«. Der moralische Zeigefinger ist ausgestreckt und ans Publikum gerichtet. Auf Basis von Polizei- und Fürsorgeakten erzählt er fünf Geschichten von Gefallenen abseits des Wirtschaftswunders, von jungen Menschen, die vom Weg abgekommen sind, den ihnen nie jemand gewiesen hat. Ein mit Laien besetztes und in schummrigen Hinterhöfen gedrehtes Dokument einer aus heutiger Sicht unfassbar repressiven Zeit. (Florian Widegger)

 

Ab 9. Juli im digitalen Heimkino:

100 JAHRE ÖSTERREICHISCHES KRIMINALBEAMTENKORPS (A 1952)

Basierend auf authentischen Polizeiakten – so rühmt sich ASPHALT. Dass die Beamten Anfang der 1950er-Jahre alle Hände voll zu tun hatten, zeigt sich in diesem kurzen Wochenschaubericht.